2012

 

Weihnachtsmarkt 2012

 Nun schon der zehnte im alten Ortskern im Unterhof

In wie weit so eine Veranstaltung vom Wetter abhängt, konnten die fleißigen Helfer des Weihnachtmarktes mal wieder hautnah erfahren. Brauchten die Männer beim Aufstellen des Christbaumes und des Hinweisschildes zum Markt noch Schneestiefel und Pudelmütze,

 wäre am Donnerstag zum ersten Teil des Aufbauens kurzfristig eine leichte Sonnencreme angebracht gewesen. Am Freitag hingegen hätte die ganze Aufbautruppe einer Eishockeymannschaft fußfest Konkurrenz gemacht, so sicher bewegten sie sich  auf dem eisig gefrorenen  Boden zwischen den aufgebauten Buden  in den  Hof- und Toreinfahrten dahin. Dann war alles bereit und es kam wie es kommen musste: Die zweite Schicht am Glühweinstand des Heimatvereins war längst schon angetreten, die Schwarzwälder Schnitten bei Mone Zahn schon ausverkauft, die köstliche Kürbiscremesuppe von Fam. Ihle bis auf den letzten Rest verputzt, Steaks und Würste weg. An den hübsch geschmückten Verkaufsbuden klafften große Lücken im bunten, vielfältigen Angebot.

Manch einer trug seinen schlanken weißen Holzweihnachtsbaum nach Hause und machte dabei eine kurze oder längere Pause am Glühweinstand. Rudi, Thorsten, Stefan und Thomas, die Musikanten, hatten den Weihnachtsmarkt feierlich eröffnet. Der Nikolaus ließ es sich auch nicht nehmen persönlich vorbei zu kommen und ein paar Worte nebst Geschenken da zu lassen. Traditionell  wie jedes Jahr war auch unser Bürgermeister Herr Weis zu uns ins Dorf gekommen um den 10. Unterhöfer Weihnachtsmarkt feierlich zu eröffnen. Auch in diesem Jahr musste er nicht mit leeren Händen zurück ins Rathaus gehen. Wolfgang Laier und Elke Bolesta gaben ihm einen Scheck über 500 € mit, den der Heimatverein für den Ernst-Körner- Fond stiftete.

Es waren so viele Menschen da und lachende Gesichter überall, die Krebsbachau - Freunde konnten nach dem Ansturm der hungrigen Marktbesucher auch ein paar Minuten Zeit zum Plauschen finden. Der letzte Kalender mit den bunten Schmetterlingen aus dem Unterhof war verkauft und unter dem großen grünen Schirm ließ es sich die Damenwelt bei Rotwein, Kinderpunsch und Glühwein gut gehen.

Ja, und genau dann, nach dem dies alles so abgelaufen war, kam er wie er kommen musste, der große Regen! Was soll’s, wen kümmerte das noch an diesem Abend im Unterhof. Wieder ging ein schöner Weihnachtsmarkt zu Ende und wir freuen uns auf Sie im nächsten Jahr. Bis dahin wünschen der Heimatverein Unterhof und die Naturfreunde Krebsbachaue allen, die diese Zeilen lesen, eine freudiges Weihnachtsfest und einen guten Start in das Jahr 2013.

G. Krewing-Rambausek

 

Unser Sportpark liegt gleich vor der Haustür!!                                                                                                                                                                                   Diesem Thema hatte sich der Heimatverein beim diesjährigen Kerweumzug mit seiner  ganzen Leidenschaft gewidmet. Mehr als unseren Kirchenrückwald brauchen wir Unterhöfer nicht um regelmäßig und auf jegliche Weise sportlich, körperlich und geistig fit zu bleiben. Schon alleine das Holzmachen trägt mehr als dreimal zur körperlichen Fitness bei bis es endlich im passenden Format im jeweiligen Ofen landet. Dass diesem Sport nicht wenige frönen, hört man am harmonischen Klang der Kettensägen, die jeden Musikbegeisterten im Dorf  fast übers ganze Jahr erfreuen.        

Joggen, walken, laufen, rennen, sprinten, schleichen, hüpfen, schlendern, schreiten…. Kleinkinder mit und ohne Wagen durch den Wald jonglieren und dabei niemals die Übersicht  verlieren, reiten, mit dem Fahrrad fahren, Mountain biken, Rucksack tragen, Hand in Hand im Mondenschein, lässt der Wald uns glücklich sein.    Mal in Gruppen, mal zu zweit und mal alleine, trifft man doch in unserem Forst auf den einen oder anderen Nachbarn.

So dient der Wald einer gesunden Kommunikation und einer stabilen Psychosozialhygiene, und Geist wie Körper bleiben gleichermaßen in positivem Einklang.

Welcher Sportpark kann sooo…was schon leisten - und dies ganz ohne Benutzungsbeitrag!?

G. Krewing-Rambausek

 

 

Martinsumzug im Unterhof oder………..

„Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir. Da oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir….“   Unter diesem Motto waren auch  in diesem Jahr wieder Mitglieder des Heimatvereins Unterhof, Unterhöfer, Freunde und viele, viele Kinder mit ihren Laternen im alten Ortskern im Unterhof zusammengekommen.  Die Geschichte über die Laterne Lumina, die zu Beginn des Umzuges vorgelesen wurde, erinnerte noch einmal an den Ursprung dieses Brauches. Teilen, helfen, aushelfen und geben, dem der in Not ist - sei es auch nur ein Licht, ein heller Strahl.                                   

Fröhlich singend, voran mit Chester, dem Martinspferd auf dem Leon unsere St. Martin saß, ging es durch den Wald.

 Wer sich diesen Zug von Lichtern und Laternen genauer ansah, konnte leicht auf die Idee kommen, dass hier ein Geheimtreffen stattfand. Da tanzten Schäfchen, Igel, Pferdchen mit Enten und Füchsen durch den dunklen, raschelnden Blätterwald. Fische mit blauen Schuppen flitzten neben grünen Drachen, Affen und bunte Piepmätze gaukelten dahin.

 Dazwischen leuchteten Sterne und ein Pirat beäugte das ganze kritisch unter seinem großen Piratenhut.     War das abgesprochen oder Zufall? Sicher war, dass  noch nie soooo viele Kinder mit ihren selbst gebastelten Laternen im Unterhof zusammenkamen.   

„Mein Licht ist aus wir gehen nach Haus….. aber erst noch ein Becher Kinderpunsch oder Honigglühwein getrunken und die große Martinsbrezel sicher in der Hand.     

Dann bis zum nächsten Jahr, wir freuen uns auf Groß und Klein mit Fuchs und Affe, Pferd und Stern.

G. Krewing-Rambausek

 

Nachlese zum Unterhöfer Dorffest 2012

Von der Sonne verwöhnt war unser Fest nicht. Beim Aufbau der Zelte am Donnerstag und Freitag kamen die Männer kaum ins Schwitzen, regelmäßige, leicht gekühlte Wassergüsse von oben verhinderten sofort jegliche Schweißausbrüche. Beim Abbauen am Sonntag war die Situation auch nicht viel besser.

Dazwischen aber lag der Samstag und eine beständige Gute-Laune-Wolke hing sanft über dem Fest. Auch nach dreimaligem, regennasse Tische abwaschen, was die Herren der Schöpfung in Perfektion beherrschen, zeigte die Wolke keine Veränderung. Leuchtend gelbe Tischdekoration, liebevoll kreiert, zauberte den fehlenden, sommerlichen Flair in das Zelt und eine Lächeln in die Gesichter der schmückenden Damen. Den Chef (Wolfgang Laier) konnte nichts aus der Ruhe bringen, wie immer war alles ausgezeichnet vorbereitet  und organisiert. Sein Lächeln in die Kamera sagte wie es ist: „Wer einmal zum Dorffest kam, kommt wieder  und lässt sich von Äußerlichkeiten, wie Regen oder lausigen Temperaturen  nicht  abhalten:“

Um 15:00 Uhr, ein letztes Mal, das gewohnte Bild - die Selbstverständlichkeit, die Gute-Laune-Wolke sackte für einen kurzen Augenblick ab. Nicht lange, denn der letzte gemeinsame Gottesdienst von Pfarrer Binder und Pfarrer Grammetbauer war ein harmonischer und stimmungsvoller  Beginn des Dorffestes. Gemeinsam singen, beten, danken, fröhlich sein.  Ja, Pfarrer Binder  wird bald seinen verdienten Ruhestand antreten,  doch wir hoffen ihn und seine Frau auf dem nächsten Fest als Gäste begrüßen zu können.

Der Duft von frisch gekochtem Kaffee zog durch das Festzelt und die freundlichen Damen an der Kuchentheke wurden umschwärmt von Kuchen- und Tortenliebhabern,  wie Sonnenblumen von Honigbienen. Die ersten Steaks brutzelten  auf dem Grill, Herta hatte ihre super Fischbrötchen vorbereitet und die flotten Mädels vom Service Sara, Ronja und Natalie standen schon in den Startlöchern und hatten dann auch den ganzen Nachmittag und Abend gut zu tun.

Wie war das Fest? Es war so locker, fließend, harmonisch, es war das Fest der lächelnden Gesichter - keine großen Aktionen, keine Highlights, keine Besonderheiten, nein, es war die Ruhe, die Gelassenheit. Zusammen sitzen, plaudern, dort ein Schwätzchen, da ein Plausch, alte Bekannte, neue Gesichter. Kein sommerwarmes  Kurzehose- , Trägerkleidchenfest,  mal Strickjacke, mal Anorak, mal Schal und warme Schuhe, mal Regenschirm, mal unters Dach. Die Gute-Laune-Wolke hatte alles fest im Griff. Auch unserem Bürgermeister und  seiner Frau stand das Lächeln gut zu Gesicht.  Ein Gläschen Wein und Curry-Wurst, ein frisch gezapftes Bier gegen den Durst und später noch ein Tänzchen. Es gab leider keine Kutschfahrt, eines der Pferdemädchen war unpässlich. Den Kindern brachte das kein Problem, eine schöne Matschpfütze und die Wiese, dann auf den Hänger rauf und runter, ja spielen kann man überall und jederzeit und immer.

Nun, wenn man die Gesichter sieht, die Bilder sprechen Bände, „Das Lächeln“ war das Thema doch bei diesem  Feste! Und spät, sehr spät, viel später noch, erst dann, dann war das Fest zu Ende.  

G. Krewing-Rambausek

 

Vom Krebsbach zur Donau

Frühaufsteher, Kulturinteressierte, Seiltänzer, Naturbegeisterte, Städtebummler und, und.. jede Menge davon gibt es im Heimatverein Unterhof.   

Am Donnerstag, den 7. Juni war der Bus, der um 6.30 Uhr den Unterhof verließ, voll besetzt mit solchen Menschen. Eine absolut  perfekt durchorganisierte Reise lag vor ihnen. Erstes Ziel wie immer: großes Frühstück auf einem Autobahnrastplatz.

Weiter ging es danach nach Regensburg, der Donaustadt mit Führung auf Schloss St. Emmeram. Wie Fürsten damals lebten und es auch noch heute tun, konnte man hautnah erfahren. Shoppen und durch die Altstadt bummeln bei mildem Sonnenschein und mal kurz die Donau rauf und runter schauen!

Schon ging es weiter mit Ziel St. Oswald im Bayrischen Wald. Gegen Abend Ankunft im Hotel, kleine Erfrischung, kurzer Spaziergang mit Blick auf die bewaldeten Höhen des Waldes. Danach Kleiderwechsel, das kleine Schwarze oder doch lieber mehr leger? Ganz nach Stimmung und Kofferinhalt. Gemeinsames Abendessen und ab ins Bett. So  eine lange Busfahrt und soooo… viel Kultur in Regensburg machte müde. Freitag, der 8. Juni: gut gefrühstückt und schon ging es ab nach Finsterau in das dortige Freilichtmuseum.

Vielen von uns wurde bei den Erzählungen unserer Führer klar, wir hart das Leben damals war. Der Nachmittag war ganz unterhaltsam mit Donauwelle, Bienenstich und zwei lustigen Glasbläsern bei ihrer schweißtreibenden Vorführung.

Danach? Stellt sich die Frage überhaupt? Logischerweise shoppen was das Glas so hält. Kuchenplatte, Käseteller, Sektschale und Halsgeschmeide. Die Stimmung war auch am Samstag, den 9. Juni bei der ganzen Truppe gut, nur das Wetter machte langsam schlapp, doch im Prinzip war uns das völlig schnuppe. Das Ziel war die Dreiflüssestadt Passau, der Tag begann mit shoppen. Viel wurde leider nicht daraus, meist hielt eine Hand den an diesem Tag unabkömmlichen Regenschirm. Domführung und Orgelkonzert belebten die Stimmung und vertrieben jegliche aufkommende Regendepression.

Am Nachmittag war die Erlebnisrundfahrt mit dem Kristallschiff auf der Donau  das absolute, glitzernde Highlight. Natürlich konnte man auch da: „ shoppen, shoppen…..  Die kleine Kindergruppe des Vereins fand auf dem Schiff auch anderes Vergnügliches. Im Schiff glitzerten die Swarovski-Kristalle und auf den Fensterscheiben die Regenperlen.                  

Sonntag, der 10. Juni, ein letztes Frühstück, alles rein in die Koffer und schnell in den Bus bevor das Gepäck samt Einkaufstüten im Regen versinken. Los ging es zum Baumwipfelpfad im Nationalpark Bayrischer Wald. Na dann 40 m hinauf mit professioneller Information durch unsere  Begleitpersonen und dem stets treuen Regenschirm. Hinauf über die Wipfel, leicht verschwommener Blick in die Ferne.

Bei Sonnenschein wahrscheinlich ein Traum, dachte wohl so mancher, der die Turmspitze erreichte. Natürlich hätte man auch hier im Naturkundehaus shoppen können, nur die Zeit drängte und Eckhard Soldwedel trieb seine leicht durchnässten Schäfchen in den Bus. Auf der Heimfahrt gab  es noch einen späten Mittagessensstop, eine Kaffeepause und den Stau auf der Autobahn. Allem zum Trotz kamen alle sicher und voll zahlreicher, schöner Erinnerungen am Abend im Unterhof an. Dass diese Reise so vielseitig war und immer voller Überraschungen, hatten wir allein Elke Bolesta zu verdanken. Elke, dir ein großes, dickes Dankeschön.

                                                                                                                   G. Krewing-Rambausek

 

 Herzliche Glückwünsche

Zum Geburtstag unseres ältesten Mitgliedes im Heimatverein Frau Gertraud Fuchs ein kleines Porträt über vier Generationen.

Am 7. März 2011 feiert Frau Gertraud Fuchs „Tante Traudel“ ihren 91. Geburtstag. Der Heimatverein wünscht alles Gute!

91 Jahre Geschichte, Familie, Leben in einem kleinen überschaubaren Dorf. Nicht nur die hohe Anzahl der Jahre, die Traudel  Fuchs im Unterhof lebt, ist etwas Besonderes, nein, sie ist auch die Urgroßmutter des jüngsten Mitgliedes im Heimatverein.

Ihre Urenkelin Nele-Marie Fuchs wurde am 20.Oktober 2010 geboren und lebt wie ihre Urgroßmutter auch im Unterhof.

Fangen wir mal ganz von vorne an:

Gertraud Fuchs, geborene Grimm wurde am 7. März 1920 im Unterhof geboren. Sie hat dieses Dorf niemals verlassen. Sie heiratete Friedrich Fuchs aus Horrenberg gleichsam ein Ortsteil von Dielheim wie der Unterhof auch. Friedrich Fuchs wäre in diesem Jahr 102 Jahre alt geworden. Traudel und Friedrich Fuchs haben gemeinsam vier Söhne. 

Einer davon ist Wilhelm Fuchs, am 22. November 1949 als dritter Sohn auch im Unterhof geboren. Er hat mit seiner Frau Ursula Fuchs, geborene Laier, die er sich aus Dielheim in den Unterhof holte, die zweite Generation Fuchs begonnen. Ursel und Helmel, wie die beiden im Dorf genannt werden, haben gemeinsam drei Kinder.

Schon kommen wir zu dritten Generation. Manuel Fuchs, am 28. Juni 1976 als zweites Kind  von Ursel und Helmel geboren, nahm wie könnte es anders sein, zur Frau eine Dielheimerin, Yvonne Fuchs, geborene Kienle. Auch diese junge Familie wohnt und lebt im Unterhof.

Die junge Dame Nele-Marie Fuchs, die wie schon erwähnt im Oktober letzten Jahres zur Welt kam, repräsentiert die vierte Generation der Familie Fuchs.

Übrigens, beiden Damen kann man hin und wieder beim Spaziergang im Dorf begegnen, Traudel, begleitet von ihrer Betreuerin und Nele-Marie in Begleitung ihrer Mama. Wenn man genau hinschaut, sieht man die tiefe Gemeinsamkeit von Urgroßmutter und Urenkelin. Sie haben beide dieses zauberhafte, verschmitzte Lächeln.

M. Herr/G. Krewing-Rambausek